eBlocker?!

eBlocker

eBlocker? Nie gehört? Soll ein Netzwerk anonymisieren und unerwünschte Werbung abhalten. Das muss ich probieren. Das Gerät kostet 219 €. Darin enthalten ist eine 1-Jahr-Lizenz und natürlich die Hardware. Die 1-Jahr-Lizenz ohne Hardware kostet 59 €.

Für IT-Profis gibt es die Möglichkeit, den eBlocker auch auf einen Raspberry Pi oder Banana Pi zu laden. Das hat man ja eh in der Schublade rumliegen und eine 30 Tage Testlizenz ist kostenlos. Das wollen wir doch mal sehen.

Installation (auf einen Raspberry Pi)

Fast traut man sich nicht diese Überschrift zu schreiben („Installation“ – das klingt kompliziert!?). Die Datei von der eBlocker Site laden und entpacken. Mit einem Tool (Image to USB) wird das Image auf die SD-Karte gelegt. Karte in den Pi einstecken, ein Netzwerkkabel zwischen Pi und FritzBox und dann den Pi an den Strom anschliessen. In ca. 5 Minuten ist der eBlocker da.

Zunächst merkt man keinen Unterschied. Das ist ja so gewollt. Seiten, die AdBlocker erkennen (ich nutze da AdBlock plus bei Firefox) zeigen den üblichen Spoiler. Wenn die Seite Werbung oder Tracker hat erscheint rechts oben ein Symbol.

Geht auch auf SmartPhone und in Apps!

Auf meinem Smartphone lese ich SPON in der entsprechenden App. Hier wird ja auch mit Werbung gearbeitet. Aber sogar in der App geht das (manchmal!). Oben habe ich die Leiste eingeblendet. 1 Tracker und 2 Ads bleiben verborgen. Das ist deshalb angenehm, weil in der aktuellen Version in der App die Werbung nachgeladen wird und damit der drunter liegende Bereich „springt“. Leider funktioniert das nicht immer! Nach kurzer Zeit auf meinem Nexus 6P „erkennt“ die WLAN Verbindung, dass der Router nicht mehr mit dem Internet verbunden ist (was nicht stimmt!). Und nutzt deshalb die Datenverbindung über das Telefon, was mein Datenvolumen natürlich belastet.

Update?

Am Anfang ist eBlockerOS 0.9.1-5 beta installiert – jetzt 0.9.4-5. Das Update geht ganz reibungslos – auch auf dem Raspberry Pi. Am 1. Februar kam dann noch ein Update auf 1.0.6.

JEDE MENGE PROBLEME

Ich nutze auf dem SmartPhone Fritz!Fon mit dem sich mein Handy wie ein weiteres Telefon in der Anlage verhält. Das geht überhaupt nicht. Auch nach all den Updates nicht. (Vmtl. weil das Nexus signalisiert, dass im WLAN keine Internetverbindung existiert?)

Für Handys scheint es immer wieder Probleme zu geben. Auch andere Familienmitglieder meckerten über schlechte Verbindungen (hauptsächlich WhatsApp – keine Bilder, Videos)

Der PC verhält sich wie mit einem adBlocker im Browser. Man kann also Seiten (wie etwa BILD.de und sueddeutsche.de) nicht sehen sondern bekommt die adblocker Landing page.

Fazit

Alles in allem: am 19.2. ist meine Testlizenz ausgelaufen. In den 30 Tagen habe ich tageweise den eBlocker gestestet. Leider habe ich keinen echten Mehrwert erkennen können. Allerdings eine Menge Einschränkungen und einige Probleme mit den SmartPhones. Der eBlocker bleibt ab jetzt aus. Vielleicht in einem Jahr, wenn die Software aus den Kinderschuhen raus ist und es wieder einen Gratistest gibt, vielleicht dann nochmal.

 

 

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Ein Gedanke zu „eBlocker?!“

  1. Tschä – das kommt davon, wenn Leute die mit „eher so mittel-toller“ Webanalyse Software (etracker) steinreich geworden sind, nun glauben die wundersame Wandlung vom Saulus zum Paulus demonstrieren zu müssen.
    Wenn das Webtracking nicht funktioniert, sind die Zahlen murks und die Kunden (die eh zu 90% nicht wissen, was die Zahlen bedeuten) zucken mit den Schultern. Aber wenn der Adblocker nicht funzt, leidet die Experience.

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